Mittwoch, 26. April 2017

~Roman~ Petra Hammesfahr~ Der gläserne Himmel~

Verlag: Diana

Seiten: 448

ISBN: 978-3-453-35920-8

Preis Taschenbuch: 9,99 Euro

 Kurzbeschreibung: 

Christian ist Mitte dreißig und Lehrer, als er in das Dorf zurückkehrt, in dem er als Kind eine unbeschwerte Zeit verbrachte. Hier begegnet er Sina. Gebannt von ihrer Anziehungskraft macht er ihr bald einen Heiratsantrag. Doch wer ist diese rätselhafte junge Frau, die oft nicht sie selbst zu sein scheint? Und was bedeuten die Träume, in denen Sina blutüberströmt in einem Graben liegt? Christian stellt Nachforschungen an und erkennt, dass in diesem idyllischen Ort vor vielen Jahren ein schreckliches Verbrechen geschah ...


Meine Meinung:

Die Bücher von Petra Hammesfahr fand ich bisher alle wirklich toll und auch dieses habe ich sofort geliebt. Obwohl ich kurze Zeit gebraucht habe um in das Buch reinzukommen, war ich doch ganz schnell in seinem Bann.

Man erfährt gleich zu Beginn von Chris, das er der Meinung ist getötet zu haben und dann beginnt eine unglaublich spannende Geschichte in der Chris seine letzten Jahre schildert.
Kurz lernt man den kleinen Chris kennen, erfährt einige Dinge aus seiner Kindheit und was damals um ihn herum geschehen ist. Ganz toll erklärt die Autorin hier den Alltag und die Sehnsüchte um den kleinen Jungen und seine Familie.
Als Chris erwachsen ist kehrt er um als Lehrer zu arbeiten wieder nach Kirchfelden und zu Luise zurück, denn bei ihr war er schon als Kind sehr glücklich und hat sich immer geborgen gefühlt. Schnell lernt er Sina kennen und dann beginnt für den Leser ein rasantes und spannendes auf und ab mit einem Hauch von Mystik.

Chris und Sina als Protagonisten fand ich super, die haben vor Persönlichkeit nur so gestrotzt. Vielschichtig und ausgereift hat die Autorin hier auch die anderen Charaktere einzigartig beschrieben. Keiner blieb fad oder oberflächlich und jeder war auf seine Weise einfach nur interessant und auch geheimnisvoll. Mit Sina selbst bin ich nicht so wirklich warm geworden, die Autorin hat es hier gut geschafft Aufwühlung reinzubringen, indem sie immer wieder Sina als rätselhafte Person der man eventuell eben doch nicht trauen kann dargestellt hat. Ich fand es auf jeder Seite toll diese ganz eigene Geschichte von Chris und Sina zu lesen und habe darauf hingefiebert zu erfahren was denn vor allem auch früher um die beiden herum geschehen ist. Geheimnisse gab und gibt es da nämlich mehr als genug.

Fasziniert hat mich Sinas Verhalten, auch wenn ich mit ihr nicht wirklich warm geworden bin, trotzdem sehr. Ihre Art Chris gegenüber war toll und sie hat öfter Dinge gesagt und gesehen, die sie so eigentlich gar nicht wissen konnte, aber da möchte ich jetzt nicht zuviel verraten.
Auch die Enflüssen vom Birkenhof und vor allem die von Chris seinem Vater waren sehr fesselnd aber auch positiv verwirrend. Auf den letzten Seiten hat die Autorin nochmal eine sehr bewegende und nervenzerreißende Atmosphäre geschaffen. Auch wenn einige Fragen nicht direkt beantwortet wurden, so kann man sich doch vieles zusammenreiben, denn die Autorin hat indirekt alles beantwortet, nun obliegt es der Fantasie jeden einzelnen die fürs sich richtige Antwort zu finden.

Ich bin begeistert, durfte ein rätselhaftes, mystisch angehauchtes, geheimnisvolles und spannendes Buch lesen!



~Cody MCFadyen~ Gewinnspiel~

Ich hatte mal wieder Lust auf ein Gewinnspiel und würde mich freuen wenn ganz viele von euch mitmachen. 
Zu gewinnen gibt es diesen Doppelband von Cody MCFadyen und etwas kleines zum naschen für euch.
Ich lose am 12.5.2017 irgendwann im Laufe des Tages aus und der Gewinner wird von mir per Email benachrichtigt.

Teilnahmebedingungen: Folgt mir entweder auf meinem Blog, Google+ oder Twitter und hinterlasst irgendwo auf meinem Blog einen Kommentar. Natürlich müsst ihr mindestens 18 Jahre alt sein. 

Viel Spaß und viel Glück :)


Samstag, 22. April 2017

~Thriller~ Paul Pen~ Das Haus in der Kakteenwüste~

Verlag: Amazon Crossing

Seiten: 384

ISBN-10: 1542045703

Preis Taschenbuch: 7,99 Euro

Kurzbeschreibung:


Der neue Thriller des Erfolgsautors von „Glühwürmchen, glüh“
Eines Tages klopft ein junger Mann an die Tür. Rose und Elmer sind alarmiert. Denn sie haben sich ein stilles Leben in der Wüste aufgebaut, mit ihren vier Mädchen. Früher waren es fünf, aber das älteste liegt nun begraben unter Sand, Steinen und den dornigen Kakteen. Die Familie hat einander, ihre verträumten Rituale und die Idylle der Abgeschiedenheit – für immer.
Etwas kommt Rose und Elmer an dem Fremden merkwürdig vor. Was, wenn er herausfindet, warum sie mit ihren Töchtern in dieser menschenleeren Einsamkeit leben? Wenn er mit diesem Wissen weiterzieht?
Das müssen sie verhindern. Um jeden Preis …


Meine Meinung:

Eine Geschichte in die man nicht irgendwie einsteigt, sondern in die man sofort vertieft ist.

Als Leser lernt man hier sofort Rose und ihre Familie kennen. Sie lebt mit ihrem Mann und den 4 Töchtern mitten in der Einsamkeit zwischen Sand und Kakteen. Jedes der Mädchen besitzt ihre ganz eigene Persönlichkeit und jede ist auf ihre eigene Weise sehr hinreißend und interessant.

Schnell wird jedoch klar, das die sympathische Familie einige kleine, schmerzhafte Geheimnisse mit sich trägt. Ich war wie gefesselt von den anfänglichen Erinnerungen und Erzählungen um und über "Edelweiß" und auch über das seltsame "Verstecken" eines der beiden Zwillinge wenn die Lehrerin kommt. Hier konnte ich mir auf nichts wirklich einen Reim machen und bin durch die Seiten geflogen um schnell zu erfahren wie es weitergeht. Dank dem tollen, lockeren Schreibstil ist das zügige Lesen hier auch absolut kein Problem.

Wie aus dem nichts nimmt die Geschichte plötzlich so an Fahrt auf, das ich nicht mehr wusste wo hinten und vorne ist. Die Geheimnisse drohen zu explodieren und Dinge die ich nie erwartet hätte kommen ans Licht. Ich war hier ganz oft schockiert und sofort haben sich schon wieder neue Ungereimtheiten ergeben, die das Buch noch spannender machen als es sowieso bis dahin schon war. 

Faszinierend war für mich der schmale Grad, den es hier zwischen absoluter Liebe und Warmherzigkeit und gleichzeitig zu eisiger Kälte gibt. Obwohl die Geschichte in größter Hitze, blendender Sonne und trockenem Sand spielt, so war die Atmosphäre doch sehr dunkel und düster und genauso muss für mich ein Thriller auch sein.

Im letzten Drittel haben sich nochmal alle Ereignisse derart überschlagen das es unmöglich gewesen ist das Buch wegzulegen. Rick, die Mädchen, die Eltern, alle waren in scheinbar ausweglosen Situationen. Der Spannungsbogen wird hier wirklich bis zum Schluss ganz oben gehalten und das Buch wird mit einem Epilog der mich zu Tränen gerührt hat, abgeschlossen.

Mittwoch, 19. April 2017

~Kriminaldrama~ Charly Essenwanger~ First to Find~

Verlag: Books on Demand

Seiten: 356

ISBN-10: 3743196573

Kurzbeschreibung: 

Kaufbeuren/ Allgäu - Siegfried Distl ist ein liebender Ehemann und Vater einer 15-jährigen Tochter. Gern geht er seinem Hobby, dem Geocaching, einer Art Schnitzeljagd mittels GPS, nach. Eines Tages trifft er bei einer Cachesuche seinen ehemaligen Freund, Jakob Muschke wieder, der ihn damals finanziell ruiniert hat. Die Arroganz und die Zurschaustellung seines Reichtums lässt bei Siegfried alte Wunden aufreißen. Die Wut auf seinen Widersacher steigert sich ins Unermessliche, bis er einen perfiden Plan schmiedet und Jakob durch Geocaching in eine Falle lockt und brutal ermordet.
Die Kripo unter der Leitung des veganen Hauptkommissars Vincent Zeller tappt zunächst im Dunkeln, bis ein dramatisches Ereignis in der Kernstadt Kaufbeurens einen entscheidenden Hinweis gibt


Meine Meinung:

Ich bin sowas von begeistert! Ab der ersten Seite ist man komplett in der Geschichte versunken. 

Man lernt Siegfried und seine Familie kennen und ebenso seinen ehemaligen falschen Freund Jakob. Erzählt wird einmal im "jetzt" und einmal zeitversetzt einige Jahre zuvor. Ich habe hier Siegfried, sowie seine Frau und seine Tochter sofort ins Herz geschlossen und gehofft das hier alles noch irgendwie gut ausgeht.
Der Schreibstil ist sowas von locker und wortgewandt, dass das Lesen eine wahre Freunde ist und man einfach nur so durch die Seiten fliegt und das ohne groß nachdenken zu müssen, herrlich!

Der Leser erfährt über Jakob seine früheren Machenschaften und Betrügereien und auch das Geocaching wird hier vom Autor sehr gut erklärt und dem Leser schmackhaft gemacht. Ich habe hier sofort wieder meine App aktiviert und bin mit meinen Kindern auf eine mehrstundige Cachesuche gegangen! War das mal wieder toll! Wieder zu Hause musste ich sofort wissen wie es mit Siegfried weitergeht und da er kein "typischer" Mörder ist, wollte ich natürlich auch nicht das man auf seine Fährte kommt.  

Auch die Ermittler waren hier genial. Einfach realistisch und mitten aus dem Leben gegriffen. Wenn man dann noch so wie hier öfter mal herzhaft lachen kann und der Humor trotz der Tragik nicht zu kurz kommt, dann halt man als Autor denke ich alles richtig gemacht. 

Da ja hier der Täter kein Rätsel ist und man auch weiß wie alles passiert ist könnte man denken das es kaum Spannungsmomente gibt. Weit gefehlt! So vertieft war ich lange nicht mehr in einer Story drin, ich habe auf jeder Seite mitgehofft und mitgelitten. Am Ende war die Spannung dann fast greifbar und alles überschlägt sich nochmal. Ganz tolles Buch!

Montag, 17. April 2017

~ Kriminalroman~ Agustín Martínez~ Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen~

Verlag: Fischer

Seiten: 496

ISBN 978-3-596-03658-5

Preis: 14,99 Euro

Kurzbeschreibung:

Hoch oben unter bedrohlichen Pyrenäen-Gipfeln liegt das Dorf Monteperdido. Hier, wo die Menschen noch eine verschworene Gemeinschaft bilden. Hier, wo vor fünf Jahren die beiden elfjährigen Mädchen Ana und Lucía spurlos verschwunden sind. Da taucht völlig unerwartet die inzwischen sechzehnjährige Ana wieder auf, bewusstlos in einem Wagen, der in eine Schlucht vor Monteperdido gestürzt ist. Kommissarin Sara Campos von der Bundespolizei lässt sofort die Straßen absperren; eine verzweifelte Suche beginnt. Wo ist Lucía? Ist sie noch am Leben? Doch die Berge um Monteperdido schweigen, trügerisch rauschen die Pappelwälder, gefährlich schwillt der reißende Fluss Esera an. Unter den Bewohnern von Monteperdido greifen die Verdächtigungen um sich: War es ein Fremder oder einer von ihnen?


Meine Meinung:

Ein sehr spannendes und vielfältiges Buch. Ich bin zwar erstmal relativ schwer reingekommen denn die ganzen langen und gewöhnungsberdürftigen Namen und Orte haben es meinem Gehirn erstmal nicht leicht gemacht. Allerdings machen allerhand kleine Dinge und Handlungen dieses Buch ganz schnell sympathisch.

Ana taucht urplötzlich nach 5 Jahren wieder auf, wird operiert und wird dann in ihre "neue" Welt geworfen. Da sie nicht viel über ihren Entführer sagen kann tauchen natürlich ganz schnell erste Verdächtigungen auf und jeder misstraut jedem. Innerhalb der Familie und auch unter Freunden weiß keiner mehr wie er sich dem anderen gegenüber verhalten soll. Was allerdings die größte Frage ist, ist natürlich die, wo denn nun Lucia ist. Lebt sie überhaupt noch? Wo ist sie und was ist mit ihr mittlerweile passiert? Ana bleibt hier erstmal nur eine kleine Randfigur und man begleitet sie ein Stück in ihrem neuen Leben.

Es geschehen sehr oft sehr viele Sprünge, auch daran musste ich mich erst gewöhnen, aber das war hier absolut passend und hat die ganze Handlung verdammt spannend gehalten. Denn, wenn dieses Buch eines nicht ist, dann vorhersehbar. Hier sind so unterschiedliche Facetten versteckt, dass das lesen die reinste Freunde war. Es war so, als gäbe es hinter jedem Hügel und hinter jedem Berg etwas neues zu entdecken, egal ob positiv, negativ oder einfach nur erschreckend.

Auch passieren hier ganz viele Dinge ohne große vorherige Worte. Bumm, schon gab es eine Schlägerei oder eine neue Erkenntniss, mit solchen Überraschungen wurde hier nicht gespart und jede davon geschah ohne Vorwarnung, die waren einfach auf einmal da. Irgendwann etwa in der Mitte des Buches glaubte ich zu ahnen wo denn nun der Schlüssel des ganzen liegt. Weit gefehlt, ich wurde hier auf eine völlig falsche Spur gelockt und bin komplett darauf reingefallen.

Ein Anruf, ein Schock und auf einmal haben sich sämtliche Ereignisse überschlagen. Ich wusste gar nicht was eigentlich los ist, war von der Situation völlig eingenommen und musste nun endlich wissen wie denn nun alles war und vor allem ist. Eine Ahnung hatte ich jetzt gar nicht mehr, ich war einfach nur tierisch gespannt. Noch einmal eine komplette Wendung und dann bin ich einfach nur noch fassungslos gewesen. Ich will nicht zuviel verraten aber ich kann versprechen, das sich bis zur letzten Seite immer wieder alles dreht und wendet und die Spannung komplett bestehen bleibt!

Sonntag, 16. April 2017

~Die Bücher von Sebastian Fitzek~ und warum wir leider immer noch keine Freunde geworden sind~

...und mit dieser Überschrift möchte ich dann auch sofort klarstellen das ich NICHTS gegen den Menschen Sebastian Fitzek habe. Gar nichts! Auch das Thema An sich ist in keinster Weise böse gemeint, ich versuche nur meine Meinung so ein kleines bisschen zu vertreten und dann vielleicht auch keine bösen Mails mehr von Hardcore Fans zu bekommen :).

Das seine Bücher mich nicht mögen- (nagut oder vielleicht auch umgekehrt) dafür kann ich leider nichts, aber ich gebe mir ja sogar echt Mühe :D

Aber das wichtigste und entscheidendste überhaupt sind nun mal eben die Geschmäcker und die sind nun halt mal Gott sei Dank verschieden. Ich würde wahrscheinlich durchdrehen wenn jeder nur das mag, was auch ich mag. So soll es sein, denn genau so wird die Welt vielfältig.

Nun ja, ich kam irgendwann durch eine sehr gute Freundin überhaupt erst auf den Autoren, Sie empfahl mir den Augensammler. Ich hatte zuvor ein sehr gutes Buch dieser Art gelesen und wollte etwas ähnliches. Denn wenn man einmal von einem Buch begeistert ist, möchte man schnell wieder ein ähnlich gutes lesen.  Ich fand das Buch auch okay und bei mir ist es so, wenn ich einmal mit einem Autoren beginne der mir ganz gut gefallen hat, möchte ich dann eben gern auch die anderen Bücher von ihm lesen.

Also gut, dachte ich, geht es halt eben mal mit AMOKSPIEL weiter. Dieses Buch habe ich auch heute noch nich vergessen, der absolute Wahnsinn, eine Überraschung jagt nach der nächsten und ich habe geheult wie ein Schlosshund. Für dieses Buch hat der Autor mehrere Auszeichnungen verdient. Ich habe ihn gehasst und geliebt für dieses Meisterwerk.

Ich MUSSTE weiterlesen und dann kam die "Therapie" . Hier war ich dann schon so enttäuscht, das ich nicht mal wirklich Lust auf eine Rezi hatte (die knappe Rezi muss ich entschuldigen, auch ich habe einige Zeit gebraucht um besser zu Rezensieren). Dieses Buch wurde in den Himmel gelobt und ich konnte es nicht verstehen, stand einfach nur kopfschüttelnd da. Klar, es gab mal den einen oder anderen Spannungsmoment aber für mich war es einfach nix. 

Dieses zeitige durchschauen und vorhersehen, dieses völlig an den Haaren herbeigezogene und ach ich weiß nicht was alles, ich war wirklich geknickt.

Ich habe mich hier immer gefragt wo die ganzen positiven Rezis herkommen, ob die das wirklich alle nicht vorhersehen konnten oder auch wollten. 

Aber weil einem mal ein Buch nicht so gefällt heißt es ja nicht, alle Bücher die jetzt noch kommen sind doof. Also dachte ich, der Autor wird immer nur gelobt, also lieste noch mehr von ihm. Gesagt, getan.

Schnell folgte der Augenjäger uns Das Kind ...auch hier war ich relativ begeistert. Dann ging es irgendwie los. Ich bin zwar in jedes weitere Buch wie "Der Nachtwandler" "Noah" "Das Joshua Profil" Der Seelenbrecher" und "Splitter" super reingekommen denn die Schreibweise des Autoren ist wirklich in JEDEM Buch flüssig und klar, aber mir war das alles irgendwie absurd und mitunter auch wirklich peinlich und dachte nur "das kann er doch so nicht bringen das ist sooo aus dem nichts gezogen". Ich fand die ganzen Bücher vorhersehbar und das schlimmste, ich habe mich gelangweilt. Zwei dieser Bücher habe ich sogar abgebrochen. 

Weil Herr Fitzek aber viele Bücher schreibt und ich dachte das seine Bücher und mein Hirn vielleicht doch noch eine Art Freundschaft schließen könnten, dachte ich, "komm, DIE lieste nun auch noch" Warum auch nicht, arm wird man davon nicht und vielleicht bin ich ja doch bald wieder positiv überrascht und fange an zu schwärmen wie soooo viele Fans.

Also kam erstmal der "Passagier 23" dran. Und ach, ich getrau es mir kaum zu sagen, aber ich fand das Buch schlimm. Sooo viel Lobeshymnen. Warum wusste denn ich nur was als nächstes passiert, warum konnte ich meist doch nur mit dem Kopf schütteln? So viele Leser waren doch so überrascht von jeder Drehung und Wendung? Schade, ich schreibe das jetzt so auch nicht gerne, aber es war wirklich so. Das einzige was mir nicht klar war, war wo denn genau nun Timmy ist. Nur deswegen habe ich weitergelesen, sonst wäre auch das ein Abbruchbuch gewesen. 

Aber gut, "Das Paket" hat sich wirklich mehr als vielversprechend angehört (mega geiler Klappentext, das beherrscht er wirklich gut), also habe ich das nun auch gekauft weil...warum nicht? Angefangen gelesen und fast geheult. Der gleiche "sorry" Mist vor dem ich mich so gefürchtet habe.

 ACHTUNG SPOILER. Das, war der Autor einem hier "ausreden" wollte, war von vornherein klar. Es war klar das der Mann im Schrank echt war und sobald man den Protagonisten kennenlernte war dann eben leider auch sofort klar wer dieser Mann im Schrank war. Nämlich er. Als der Autor dann verucht hat einem Emma als verrückte zu verkaufen, fand ich genau das am verrücktesten. Denn es war ja klar das sie nicht verrückt ist sondern verrückt gemacht wurde. Von wem, wie gesagt war klar, auch wenn hier öfter falsche Fährten gelegt wurden. Dann waren die ganzen Zusammenhänge (und das ist auch das was ich immer wieder in den anderen Büchern bemängeln musste) einfach nur unrealistisch und irgendwie, sorry, auch lächerlich. Ganz schlimm in dem Buch z.B der Leichenfund bei Palandt, wo sofort klar was, das es natürlich "nur" seine Mutter ist. Gibt es wirklich Leser die da was anderes glauben? Die noch nicht wissen wie es wirklich zusammenhängt? Das ging mir einfach nicht in den Kopf. Ich könnte jetzt noch 1000 andere Beispiele aus diesen und auch aus anderen Büchern nennen aber auch das macht das fade Ende hier leider nicht wett.

Hier mal eine Frage an die Fans: Was hat euch an zB. dem Passagier oder dem Paket überrascht? Gab es da wirklich was? Arbeitet mein Gehirn einfach nur irgendwie anders?
  Da gab es meiner Meinung nach nix....weil alles von vornherein klar war. Eins war ordentlich aufs andere aufgebaut, aber komplett ohne "Wow" Effekt. Die am Ende sich überschlagenden und doch so vorhersehbaren Ereignisse sind ja nun auch bekannt.

Dabei will ich seine Bücher sogar mögen, ich gebe mir sogar wirklich Mühe aber irgendwie habe ich jetzt nun doch aufgegeben :D Die "AchtNacht" habe ich nun nicht mehr gelesen, das wollte ich mit einfach nicht mehr antun. Hier gab es sogar von eingefleischten Fans nicht die besten Rezensionen und im Edeffekt bin ich froh das ich dieses Buch nicht gelesen habe. 

Interessant allerdings waren meine Beobachtungen zu diesem Buch auf Facebook. Da nun einige dieses Buch nicht so toll fangen und ich ja nun doch auf einigen Buchseiten bin, habe ich wirklich sehr viele regelrechte Hasskommentare lesen müssen, welche auf negative Rezensionen kamen. Warum macht man denn sowas. Da waren nirgends Beleidigungen, nur konstruktive Kritik und trotzdem wurden Rezensionen die keine 4 oder 5 Sterne erhielten, einfach so auf manchen Seiten gelöscht.

Allerdings hatte ich auch schon viele Anfeindungen von harten Fans, die mich auf negative Rezensionen vor allem auf Facebook wirklich beleideigt oder einfach gelöscht haben. Dabei bin ich wirklich nie beleidigend geworden. Aber gut, So etwas wird es immer geben und ich denke mal nicht das der Herr Fitzek so schnell mit schreiben aufhört. Vielleicht lese ich eines Tages doch mal wieder etwas von ihm und bin dann absolut begeistert...wer weiß...?

Mittwoch, 12. April 2017

~Thriller~ Karin Slaughter~ Pretty Girls~

Verlag: Harper Collins

Seiten: 400

ISBN: 9783959671132

Preis: 9.99 Euro

Kurzbeschreibung:


März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten werden je mit dem Verlust fertig.
Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund ...

"Definitiv eine der besten Thriller-Autorinnen unserer Zeit.“
Gillian Flynn
"Karin Slaugher bietet weit mehr als unterhaltenden Thrill."
SPIEGEL online über "Pretty Girls"
"Karin Slaughters Helden sind weder strahlend noch fehlerfrei, und deswegen überzeugend."
Frauke Kaberka, dpa
"Stoff für schlaflose Nächte!" 
buchjournal


Meine Meinung:

Ohne großes Vorgeplänkel geht die Geschichte los, man lernt Claire und Paul kurz kennen und schon wird dieser in einer Gasse vor Claire ermordet. Hier beginnt dann auch schon ein Sprung zum nächsten. Ein Einbruch, Entdeckungen auf Paul seinem PC, Affairen von Claire und auch Lydia kommt hier schnell ins Spiel.


Um Julia geht es in diesem Buch nur bedingt, hauptsächlich geht es in der Story um die Handlungen von Lydia und Claire, die unbedingt auf eigene Faust rausfinden wollten was Paul denn nun alles genau getan hat und natürlich auch um eventuell noch eine Spur zu Julia zu finden. Ermittlungen des FBI´s und der Polizei sind hier nicht wirklich relevant.
Leider konnte ich bis auf Lydia mit keinem Protagonisten wirklich warm werden, denn alle waren etwas fad und oberflächlich gezeichnet. Ich kenne noch kein Buch der Autorin, habe aber schon einige Rezis über andere Bücher von ihr gelesen und da war vor allem was die Protagonisten angeht eigentlich immer Begeisterung pur. Naja, auch nicht wirklich schlimm wenn denn die Story stimmt. Aber auch hier war ich leider nicht wirklich begeistert, da doch alles sehr vorhersehbar war und alles so passiert ist wie ich dachte und das dann auch noch wirklich fadenscheinig, weil das Verhalten der Charaktere absolut unlogisch war. Das nicht immer die Realität wiedergespiegelt wird/werden kann ist klar aber man sollte einige Verhaltensweisen zumindest teilweise nachvollziehen können. 

Ich habe trotzdem weitergelesen, hauptsächlich weil ich wissen wollte wie es mit Lydia weitergeht. Hier haben mich dann einige Szenen wirklich mitgerissen und auch für mich hielt das Buch hier eine kleine Überraschung bereit. Sehr berührt haben mich die Briefe von Sam an seine verschwundene Tochter Julia. Hier waren die tiefen Gefühle und die Liebe Sam´s für alle seine Töchter und seine Frau wirklich greifbar. 

Einige Aufklärungen und mitunter auch das Ende waren teilweise sehr brutal, blutig und eklig, daher würde ich empfehlen dieses Buch erst ab 18 Jahren zu lesen. Das Ende ansich war dann leider auch vorhersehbar und hat mich weder überrascht noch schockiert, aber dann letztendlich trotzdem zufriedengestellt. 





Samstag, 8. April 2017

Lesen Männer weniger als Frauen?

......und wenn ja, warum?

Ich führe ja nun schon einige Jahre einen/meinen Blog, immer mit ganz viel Liebe und Tatendrang, weil ich für Bücher einfach geboren bin. Ich liebe es zu lesen und anschließend darüber zu schreiben  und muss sagen, irgendwie denke ich darüber in letzter Zeit echt oft nach. Hier entsteht zwar jetzt kein schlimmes Thema, aber ich finde dennoch, ein sehr interessantes

Eine ganze Weile war ich jetzt öfters auf der Suche nach neuen Blogs die mich interessieren könnten, mit dem Schwerpunkt Thriller/Krimis oder auch mal Romane ...einfach weil das so sehr MEINS ist und ich da halt auch gerne auf anderen Seiten andere Meinungen lese. Zum Beispiel Nisnis Bücherliebe, da MUSS ich lesen, weil ich weiß das ich hier nicht nur Anregungen, sondern auch qualitativ hochwertige Rezensionen zu lesen bekomme.

Irgendwann fiel mir dann auf, das ich zu 90% wirklich nur Seiten finde die von Frauen oder Mädchen betrieben/beschrieben werden. Auf Verlagsseiten oder auf ganz normalen privaten Seiten, halt überall wo über Bücher geschrieben wird: fast alles was mit Büchern zu tun hat kommt auch hier wieder nur vom weiblichen Geschlecht. Ich glaube ich habe ganze 4 Seiten/Blogs gefunden die von einem Mann geführt werden oder wo ein Mann von einem Buch spricht. . . Die klassische Rollenverteilung? Aber gut es gibt ja nicht nur einen Blog oder eine Pinterest Seite oder sonstwas für ein Buchprofil. Es gibt sooooo viele Facebookseiten usw....aber auch hier....MÄNNER, wo seid ihr???

Mein Freund z.B liest auch nicht. Wenn, dann unter Zwang :D Wenn ich ein Buch einfach nur genial fand, habe ich immer den Drang dies teilen zu müssen und versuche dann gerne mal meinen Freund zu zwingen dieses Buch auch zu lesen (Frauen halt), denn er MUSS es ja gut finden weil es ja halt einfach wirklich genial ist. Naja...klappt nicht. Zweimal hat mein "Zwang" dann wenigstens bis zum Hörbuch geführt. Eins hat er ganz toll zuende gehört (auf eine Meinung warte ich noch heute) und das andere hört er jetzt glaube ich seit etwa 16 Wochen :D.(aber ich bin trotzdem noch stolz :D)

Bilde ich mir das nur ein oder lesen wirklich fast nur Frauen (ausser vielleicht die Autozeitung oder den Playboy)? Das konnte ich so nicht stehen lassen und habe mich ganz gezielt bei Männern umgehört und diese angeschrieben und zum Thema "lesen" befragt. Sicher gibt es auch unter Männern die eine oder andere ,,Leseratte"...aber wirklich gefunden habe ich sie nicht. Okay ich habe auch nicht wirklich nach Ihr gesucht aber ich habe ordentlich recherchiert und bin dabei auf viele unterschiedliche Aussagen gestoßen.

Hier die Antworten, befragt wurden von mir Männer von 19-50 Jahre:

"Ich hasse lesen"

"Ich schaue mir lieber Filme an"

"Ich habe nur ein Buch im ganzen gelesen und das war in der Schule, weil ich es musste"

"Ich lese nicht, da ich schon zu viele schlechte Bücher gelesen habe"

"Keine Zeit zum lesen"

"Ich lese nur geschichtliches"

"Bücher sind mir zu lang"

"Lesen stresst mich"

"Ich schaue lieber Fußball"

"Ich kann mich nicht auf Bücher konzentrieren"

"Mehr wie ein Zeitungsartikel lesen ist mir zu viel"

Ein Mann meinte dann auch noch zu mir, er liest nicht, weil er denkt er hätte den nächsten Tag wenn er weiterlesen will alles vergessen. Ich habe ihm gesagt das ist ganz sicher nicht so (natürlich nur wenn er etwas liest dessen Genre ihn auch interessiert) ...mal schauen ob ich ihn überreden konnte doch ma einfach drauflos zu lesen...!

Natürlich kann man nichts pauschalisieren und aufgrund einzelner Meinungen etwas festes daraus schließen, ABER mich hat das jetzt einfach schon seit Wochen interessiert und ich dachte darüber habe ich auch auf anderen Seiten noch nic gehört. Wenn ihr hier jetzt auch noch eure Erfahrungen oder Meinungen mit einbringen würdet, wäre ich echt happy... GERNE AUCH VON EUCH MÄNNERN!

Neue Bücher, neue Welten, oder? Oder ist das einfach nur typisch Frau? Ich hoffe nicht. Ich für meinen Teil habe Angst, das ich nicht so lange leben werde wie ich Bücher lesen möchte. Ich liebe es einfach, dieses eintauchen in Dramen, Familiengeschichten, vrmisste Babys (bei meinem letzten Buch habe ich mehrfach Nachts nachgesehen ob mein kleiner noch in seinem Bettchen liegt....) andere Welten, andere Lieben und einfach auch mal in eine andere "Realität" ...! 

Ihr lieben, das war mein erster Artikel, mal keine Rezi. Seid nicht zu hart mit mir. Ich habe mir einfach nur Gedanken gemacht und recherchiert. Hatte sehr viel Spaß und auch tolle neue Leute kennengelernt! Allen einen ganz lieben Dank! Ich würde mich sehr über Meinungen egal welcher Art auf meinem Blog freuen!










Freitag, 7. April 2017

~Thriller~ Shari Lapena~ THE COUPLE NEXT DOOR~

Verlag: Bastei Lübbe

Seiten: 350

ISBN: 978-3-7857-2585-6

Preis: 15 Euro

Klappentext: 

Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schläft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer – und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer.
Es bleibt nur eins: die Polizei zu rufen – doch wer weiß, was sie finden wird …


Meine Meinung:

Alles beginnt wie ein typisches (wovon ich nun schon einige gelesen habe) Baby-Entführungsdrama. Ich war wirklich gespannt, denn ich habe vor gar nicht langer Zeit etwas ähnliches gelesen und war hellauf begeistert und mit so vielen Gefühlen mittendrin. Hier bin ich ziemlich enttäuscht, auch wenn das Buch sonst fast nur positive Rezensionen hat, mich hat es leider nicht wirklich begeistert.

Anne und Marco kommen nach Hause und ihr Baby, Cora, liegt nicht mehr in ihrem Bettchen. Sofort beginnen die Ermittlungen und dann jagt auch schon ein Klischee das nächste. Von den Protagonisten werden sämtliche dunke Seiten aufgedeckt und die Autorin versucht hier einzufädeln das man natürlich jeden für den Täter halten könnte. Das ist ihr nur bedingt gelungen, mein Anfangsverdacht hat sich ziemlich schnell bestätigt und der Täter wird auch schon vor der Hälfte des Buches offenbart. Das fand ich passend, denn hier kommen tatsächlich noch ein, zwei Wendungen die auch mich überrascht haben und so das Buch an einigen Stellen sogar noch bis fast zum Schluss spannend halten. 

Was mir nicht gefallen hat war, das hier bei mir einfach nichts an Gefühlen rübergekommen ist. Ich konnte in die Story einfach nicht eintauchen, nicht mitleiden. Alles blieb oberflächlich und irgendwie steif. Sämtliche Protagonisten waren zwar da und mitunter für ihren Teil auch interessant, aber ich habe mich mit keinem irgendwie verbunden gefühlt. Alle waren nichts besonderes, sondern wie schon gesagt einfach nur irgendwie da, allerdings ohne jeglichen Tiefgang. Ich konnte weder mit Anne noch mit Marco oder Anne´s Eltern mitfühlen. Auch das verschwundene Baby oder die Angst und Trauer um die kleine haben nichts bei mir ausgelöst. Schade, das passiert mir eigentlich nur recht selten. 

Ich war dann noch gespannt ob denn die kleine gefunden wird und ob und wie es dann weitergeht. Wie ich schon erwähnte, wird zum Schluss noch das eine oder andere Geheimniss aufgedeckt. Was sich die Autorin allerdings bei den letzten Seiten gedacht hat ist mir schleierhaft, die waren meiner Ansicht nach völlig überflüssig und mir wurde damit das Ende ein bisschen versaut. Schade.

Dienstag, 4. April 2017

~Thriller~ Marina Heib~ Drei Meter unter Null~

Verlag: Heyne

Seiten: 256

ISBN: 978-3-453-27111-1

Preis: 19,99 Euro

Klappentext:

Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle der Normalität umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Dem Tag, an dem sie beschließt, eine Mörderin zu werden. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.
»Psychologisch hübsch abgründiger Schauerroman.«


Meine Meinung:

Diese Rezi zu schreiben fällt mir nicht leicht, denn ich bin zu Anfang gar nicht so richtig in das Buch reingekommen. Die namenlose Protagonistin war mir unsympathisch und mit dem Schreibstil der Autorin konnte ich mich auch nicht sofort anfreunden, weil er einfach neu für mich war. Viel wortgewandter geht es fast nicht, ich musste sogar 2 Worte nachlesen weil mir diese gänzlich unbekannt waren. Großen Respekt hier an die Autorin, selbst wenn ich erstmal meine kleinen Probleme damit hatte.

Die Protagonistin erzählt in der "Ich" Form zuallererst mal über die Vorbereitungen der von ihr geplanten Morde und auf der anderen Seite gibt es immer wieder mal ein paar Rückblicke in ihre Kindheit. Ich habe hier mehrfach überlegt was denn nun ihr genaues Problem sein soll und war mir nicht schlüssig ob sie nun einfach eine geistige Störung hat, denn ihre Kindheit scheint sehr behütet gewesen zu sein und ihre Eltern waren immer für sie da und haben sie geliebt, tun es bis heute. 

Ich breche sehr selten Bücher ab, ich hätte es hier vielleicht getan, hätte ich nicht vorher eine andere Rezension (ich lese sonst vorher eigentlich keine Rezis zu den Büchern die ich lesen möchte) von der lieben Alex gelesen. Denn rückblickend ist dieses Buch grandios und etwas komplett anderes.

Von jetzt auf gleich schlägt diese Geschichte eine komplette Wendung ein, ich war sprachlos und betäubt, mir war übel und ich hab mich einfach nur erschlagen gefühlt. Der absolute Wahnsinn. Plötzlich versteht man alles was vorher unsympathisch und unklar war, es kommt ein Schlag nach dem nächsten und ich hab komplett neben mir gestanden. Die Autorin hat hier nicht nur schockiert, sie hat hier auch eine ganze Menge an Gefühlen aus mir rausgeholt und plötzlich war auch die Protagonistin für mich ganz anders, ich möchte fast behaupten das ich mich sogar hinter sie stellen würde, das ich verstehe was und warum sie diese Dinge getan hat. 

Kann man Morde  für richtig halten?

Eine Frage, bei der die Antwort eigentlich auf der Hand liegt, in dem Falle aber gar nicht so klar. 

Die letzten Seiten um "Manfred" und den kleinen "Ausflug" zuvor habe ich wahrlich verschlungen. Wieder war nichts wie es scheint, absolut gar nichts. Ein traumhaft geschriebener Epilog schließt dieses Buch perfekt ab und lässt keine Fragen mehr offen!